Sven wird fett

Die meisten Menschen würden gerne abnehmen. Ich nicht. Zunehmen möchte ich. Das ist aber gar nicht so einfach.

Überall gibt es Fitnessangebote. Studios, Videos, Apps oder Nahrungsergänzungsmittel. Die Auswahl der Möglichkeiten, Gewicht zu verlieren, ist schier endlos. Es gibt aber auch Menschen, die zunehmen wollen und es gar nicht so einfach können. Zu dieser Gruppe gehöre ich.

Viele von euch kennen das: Ihr braucht Essen nur anzuschauen und schon nehmt ihr zu. Egal was ihr macht, es hat immer den Eindruck, dass es viel einfacher ist zuzunehmen, als abzunehmen. Das ist vollkommen normal. Es gibt im Bodybuilding einen Fachausdruck dafür: Softgainer. Das Gegenteil davon ist der Hardgainer. Das bin ich.

Was ist ein Hardgainer?

Ein Hardgainer ist per Definition ein Mensch mit einem sehr schnellen Stoffwechsel. Kohlenhydrate  werden „besonders schlecht“ vom Körper verwertet und das führt dazu, dass diese Menschen mehr Kalorien zu sich nehmen können als andere. Jeder hat diesen einen Typen oder das eine Mädel im Freundeskreis, die essen können, was sie wollen – ohne irgendwie zuzunehmen. Das sind vermutlich Hardgainer.

Warum ist das nun blöd? Ganz einfach. Ich habe durch den Stress und mein doch eher moderates Essverhalten abgenommen. Mehr als ich wollte und vor allem sollte. Ich empfand mich als sehr dürr. Für jemanden, der sein Leben lang Sport gemacht hat, schwierig. Drahtig war ich schon immer, aber dürr fand ich nicht so prickelnd. Optisch muskulös zu wirken ist als Hardgainer gar nicht so schwierig. Mit wenig Muskeln wirkt man halt schnell drahtig. Nur dürr wollte ich dann doch nicht wirken. Also gab es für mich nur eine Lösung: Zunehmen. Egal wie.

Die anfänglichen Schwierigkeiten

Einen Monat lang habe ich versucht, mehr zu essen und darauf zu achten, mehr Snacks und Zwischenmahlzeiten in meinen Tagesablauf einzubauen. Ohne irgendwas zu notieren oder besonders drauf zu achten, was ich esse. Das Ergebnis war, dass ich nach einem Monat genauso viel wog wie vorher. Es musste also eine Schippe draufgelegt werden. Die Appwelt bietet eine große Auswahl an Kalorienzählern und so suchte ich mir eine aus und fing an.

Mein normaler Grundumsatz an Kalorien liegt bei ca. 2400 bis 2700 kcal pro Tag – je nach Aktivität. Dieser Richtwert hat sich in den letzten zehn Jahren bei mir kaum verändert. Damit ich überhaupt irgendwie zunehme, muss ich meine Kalorienzufuhr drastisch erhöhen. Also rechne ich 1000 kcal pro Tag drauf. Damit wäre ich dann bei 3700 kcal. Jeden Tag.

Nun kann ich mich aber nicht auf alles Essbare stürzen und blindlings alles in mich hineinschlingen. Das wäre ungesund und würde nur unnötige Probleme verursachen. Ich muss meine Ernährung auf kohlenhydrathaltige Lebensmittel umstellen. Nudeln, Reis, Kartoffeln und so weiter. Wie bereits erwähnt, nehme ich als Hardgainer Kohlenhydrate nur schlecht auf, also muss ich meinem Körper viel davon zu Verfügung stellen.

Das Problem dabei ist, dass meine Faulheit mit ins Spiel kommt. Foodprep, also Essensvorbereitungen am Vorabend oder für die ganze Woche, sind mir zu aufwendig. Dabei führt da wohl kein Weg dran vorbei. In den kommenden Wochen werde ich euch über meine Strapazen, Erfolge und Misserfolge berichten.
Stay tuned.

Related Posts

Sven wird fett – die erste Woche 29. August 2018
Das Labor für die Kunst 16. September 2012

Leave a Reply